Freiberger Silberpfad

 
 Bergbaulicher Erkundungsweg

 „Freiberger Silberpfad - Auf den Spuren des Silbers“

 Bericht vom 17. April:

 Die Führung wurde von „Freiberger AGENDA21 e.V.“, dem Fremdenverkehrsverein,  dem  Erzgebirgszweigverein
 und der Stadt Freiberg organisiert – dazu gibt es einen Flyer für 1€.
 Dieser Flyer stellt die Route gut dar. 

 Wer allerdings weitere Informationen haben möchte, wird eine  Führung für wesentlich besser
 empfinden, so wie ich und die anderen Teilnehmer dieser  gelungenen Veranstaltung. 

 Diese Tour wurde von mir mit Ergänzungen versehen, die so nicht in 
der  Führung enthalten waren.
 
 

Treffen
9:30 Uhr auf dem Obermarkt am "Ottobrunnen", 2 Führer, 4 ältere Besucher, 6 Studenten

Obermarkt: Otto der Reiche, Reiche Bürgerhäuser, Schönlebehaus-Portal, Brillengeschäft-schöne Decke,
                     Kaufhaus-Ratskeller, höchstes altes Haus 32m, Kunz von Kauffungen usw. 
                     - Zeugen des Reichtums der Bürger infolge Silberbergbau -
           
 
Durch die Kaufhausgasse zum Bergakademie-Gründungsgebäude-Kartzer

Silbermannhaus: (Commerzbank) Ecke Burgstrasse/Kirchgasse
Schloß/Burg-sächsische Münze, unter Heinrich dem Frommen ist Sachsen protestantisch geworden
Alle protestantischen Könige von Sachsen liegen im Dom begraben
Dominikanerkloster Schloßplatz
Brennhausgasse: Winkler-Entdecker Germanium, altes Labor, früher Feinbrennen des Silbers (Beseitigung von Verunreinigungen)
Wernerbau und Überreste des Franziskaner-Kloster

Untermarkt
: (alter Markt): Dom-Domherrenhaus (Museum)
Bergmannskanzel von Schönlebe gestiftet, weil er den 30-jährigen Krieg überlebt
Anzuchtsystem - Beispiel am Untermarkt
                

Gerberhäuser - bestimmte Gestaltung der Dachhöhen in der
                        Meißner Gasse, Bäckergasse und Am Mühlgraben

Zur Talstrasse und Standort der alten Jacobikirche vor Neubau an der Dresdner Str., jetzt Dürerschule
Talstrasse zum Lomonossow-Platz auf der ehemaligen Aschegrube

Weiter über die Wasserturmstrasse zum Abzweig Berggasse am Fuße des Schippchenberges,
dem Ersten  Silberfundort -Sage vom ersten Silberfund
 

Weiter geht es zur Pfarrgasse, dem eigentlichen Standort von
Christiansdorf
 
Klosterschänke (Nonnenkloster-daneben ältestes Steinhaus Freibergs-könnte der Standort von Christians Haus gewesen sein (Christian als Begründer von Christiansdorf und erster Burgvogt von "Freudenstein")  - Pfarrgassengymnasium, Freiberger Bezeichnung für Hilfsschule in DDR-Zeit
Terrassengasse - 2 Neue Häuser auf Tagbruch von 1998
Vor Löfflerschacht von 1384 (Huthaus von 1570) . Hier Erläuterungen zu Erzgang,  Streichen, Stehender, Morgengang, Spatgang.
Der Hauptstollengang von Falkenau-Tuttendorf-Reiche Zeche-Elisabethschacht-Abrahamschacht- Rote Grube-Zug ist 10 km lang.

Unter Otto dem Reichen bedeutete Bergfreiheit:
Wer Erz fand, durfte dort graben, auch wenn die Stelle gerade mit Landwirtschaft bestellt war. Wer 3 Tage seine Grube nicht bewirtschaftete, verlor sie.
Der Markgraf erhielt 10% vom Bergmann, 10% von der Verhüttung.
Die Größe des Grubenfeldes betrug 7x7 Lachter, 1Lachter=2Mtr.
10°C hat Luft im Bergwerk
Nach Donatsturm: In Hornstr. Haus mit Gedenktafel an die Entdecker vom Indium: Reich und Richter
Helmertplatz: Am Beginn der Wasserturmstraße hat einmal ein Wasserturm gestanden. Dort gab es einen unterirdischen Schlupfweg nach außerhalb der Stadtmauer. Hans Lobetanz hat diesen Adolf von Nassau verraten, der so die Stadt im Jahre 1296 einnehmen konnte.
1307 hat Friedrich von Wettin, der Freidige, durch eine lose Vermauerung am Münzbach zwischen Erbischen Tor am Obereren Wasserrechenturm die Stadt erreicht und zurück erobert.
 
Im heutigen Fitnesszentrum war früher eine Schrotfabrik auf einem ehemaligen Schacht. errichtet worden.
 
Hier bzw. am Obermarkt endete dieser Rundgang.
 
Man kann aber auch noch einen Rundgang um die ehemalige Stadtmauer machen:
Viel ist von der Freiberger Stadtmauer nicht mehr erhalten. Zum Glück hat man das um 1900 erkannt und so für die Nachwelt die positive Entscheidung getroffen, nicht mehr abzureißen.
Um 1580 gab es 49 Türme in der Stadtmauer. Aufgeführt folgen hier lediglich 39. Um 1200 gab es zwischen dem Erbischen Tor und dem Peterstor 7 weitere Türme. Der zweite soll am Kornhaus gestanden haben und wurde „Roter Hirsch Turm“ genannt. Nach dem Kornhaus stehen heute noch der „Kalkturm“ und der „Gelbe Löwe-Turm“. Dieses Stück Stadtmauer misst noch 75 Meter. Nach dem Peterstor steht noch ein Rest des „Rotgießerturm“. Daran angebracht ist eine Gedenktafel für Peter Schmohl, der im Schwedenkrieg sich hohe Verdienste erworben hatte. Von den einmal 9 Toren bis zum Rossweiner Tor (Kreuztor), direkt an der Burg gelegen, ist heute nichts mehr zu sehen.
Die Burg, die ursprünglich zur Sicherung der Silbervorräte angelegt wurde, wurde später zum Schloss erweitert. Auf dem Schlossplatz hat früher ein Dominikanerkloster gestanden. Hinter dem Schloss steht heute noch ein 45 Metern vom Schloss bis zur Scholl-Strasse und 275 Meter langes Stück der Befestigungsanlage bis zum Meißner Tor. 
 
 Von den ehemals 9 Türmen auf diesen Abschnitten gibt es noch den „Altschloßturm“.
 Nach einer Unterbrechung in der Mauer, steht der Giebel des Franziskanerklosters in der Mauer.
 Es folgen der „Turm des Pestpfarrers“, das Wighaus, der „Obere Roßmühlenturm“
 und der Sockel des „Unteren Roßmühlenturms“. 
 
Das Wighaus oder Wichhaus war ein Wachthaus, ein Wächterhaus.
 Das Meißner Tor mußte als letztes Tor 1877 weichen.
 Zwischen Meißner Tor und Donatstor sind noch 275 Meter ab der Terrassengasse erhalten.
 Von den 7 Türmen sind noch der „Irbsche Turm“, der Lazarettturm“ und der Donatsturm erhalten.
 Zwischen Donatstor und Erbischen Tor ist kaum etwas von der Stadtmauer und den 7 Türmen
 geblieben. Fast vollständig wurde die Mauer durch Häuser um 1900 ersetzt.
 Gerade dieser Teil ist historisch belegt:
Am Beginn der Wasserturmstraße hat einmal der „Obere Wasserrechenturm“ gestanden. Wie schon erwähnt soll zwischen ihm und dem Erbischen Tor Hans Lobetanz 1296 den königlichen Truppen von Adolf von Nassau einen Durchschlupf in einem Bergwerk verraten haben. Durch diesen Verrat kam Freiberg unter die Herrschaft des Königs. Diese Stelle war am „Oberen Wasserrechenturm“, er war über den Münzbach gebaut und da gab es also Möglichkeiten... 
Unweit dieser Stelle gelang es am „Roten Hirsch Turm“ 1307 den Männern des Markgrafen von Meißen durch eine lose Vermauerung am Wasserrechen in die Stadt zu gelangen und Freiberg von der Gewaltherrschaft Adolfs zu befreien.
Am jetzigen Kornhaus sieht man noch Spuren dieses Turmes an den damals das Kornhaus als Palais angebaut wurde.
Friedrich von Wettin, genannt der „Freidige“ war damals Markgraf von Meißen. Im Dresdner Fürstenzug wird er
„Der Gebissene“ genannt.

Von der Wasserturmstraße kann man nun zum Donatsturm
gehen, dort die Straße überqueren und den nächsten Teil
des "Silberweges" in Richtung der "Alten Elisabet" beginnen..... 
 
 - Glück Auf -

 
  
 
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