2018 Ende E5: Trient - Verona

Europäischer Fernwanderweg

2018 haben wir den 3. und letzten Teil dieses Wanderwegs gemacht.
Unsere Tochter startete um 5:45 Uhr mit uns und dem Mokka gen Freiberg.
Und dieses Mal hatte sich die Deutsche Bahn im Griff, es gab bei der Hinfahrt keine Verspätungen.
Am Samstag, dem 23.06.2018 starteten wir in Freiberg um 06:25 Uhr mit dem RE 26904 nach Hof.
Mit Umsteigen in Nürnberg und München erreichten wir Trento um 18:02 Uhr.
Da wir diese Stadt nach der 2. Etappe nicht besichtigen konnten, gab es eine Übernachtung im
Hotel Buonconsiglio zum Doppelzimmerpreis von 85 €.
Ich schlief mit einem Mann in einem Zimmer und musste mich mit Ohropax gegen seine Schnarchgeräusche schützen.
Am Samstag war in Trient Stadtfest. An jeder Ecke war etwas los, spielte eine Band oder ein DJ.
So hatten wir zum Kennenlernen des Ortes auch noch ein tolles Rahmenprogramm. Im Stadtzentrum machten wir auf einem Freigelände Pause, aßen und tranken und gewöhnten uns an die italienische Kost – Pizza und Pasta. 

 Am Sonntag besichtigten wir Trient. Trient hat eine alte Geschichte und von der sieht man auch
noch viel. Der Dom mit dem Neptunbrunnen am Vorplatz, die Hinweise an den freskenverzierten Häusern zum Konzil der Gegenreformation von 1545, das Kastell und die vielen Kirche und Bürgerhäuser sind einfach sehenswert. Das Mausoleum für den „Urvater des Trentino“ auf dem Berg haben wir allerdings nicht besucht, eine schöne Aussicht auf den Talkessel wäre die Belehnung gewesen. Am Vormittag kamen wir zufällig in den ökomenischen Gottesdienst im Dom, aber alles auf Italienisch. Über die Mittagszeit haben (fast) alle Museen und öffentlichen Gebäude geschlossen, die kleineren Kirchen öffnen nur zum Gottesdienst.
Nach einem längeren Spaziergang an der Etsch, trafen wir uns im Hotel, um unsere Rucksäcke abzuholen. Damit nahmen wir am Nachmittag den Zug nach Levico Terme, wo die Wanderung beginnen sollte.
Schon am Bahnhof gab es ein großes „Hallo“, denn wir trafen unsere Wanderführer Kira vom letzten Mal und Hans, den Vater von Michael und Ludwig, die die erste Etappe geführt hatten.
Nach einem Fußmarsch von 30 Minuten erreichten wir das Hotel “Paoli” in Lochere südlich von Levico Terme. Nach einer Begrüßung und Vorstellung der einzelnen Teilnehmer, aßen wir zu Abend und ruhten frühzeitig vor der ersten Wanderung.
In dieser Nacht zog ein Gewitter vorbei, das am nächsten Vormittag die Fernsicht unmöglich machte, aber wenigstens für angenehme Temperaturen sorgte.
Mit den beiden 33-jährigen Berlinerinnen, unserem 15-jährigen Enkel kam die 12er-Gruppe auf 57 Jahre Durchschnittsalter, also schon damit hätte sich „Ü50“ angeboten, aber der tatsächliche Ü50-Inhalt hätte wohl auch unseren 71jährigen unterfordert.

Am Montag gab es 7 Uhr Frühstück und 45 Minuten später starteten wir unweit vom Hotel am ersten Wegweiser der E5 an der kleinen Kapelle „Santa Giuliana“ auf 499 m NN, bei leichtem Nebel aber angenehmen Temperaturen.
Ein ziemlich steiler Aufstieg von Lochere auf dem „Kaiserjägerweg“ über Spiazzo Alto (1291 m) und Baita Cangi (1370 m) zum Albergo Rovere (1255 m) brachte uns zum Gasthof am Pass.
Hier machten wir Mittagspause, aber ohne Einkehr, da der Gasthof schon längere Zeit geschlossen wurde. Es gab die erste Berührung mit den Bauten aus dem 1. Weltkrieg an dieser Stelle, eine Gedenktafel an die Tiroler Standschützen.
Um 12.30 Uhr musste Hans dem Bus nachlaufen, der uns an der Haltestelle übersehen hatte. Er brachte uns nach Carbonara (1074 m), Fahrzeit ca. 30 Minuten. Nachmittags wanderten wir über Malga Clama zum Ex-Forte Cherle (1436 m). Das war die erste Begegnung mit Bunkern, Schützengräben und Kasematten. Nachdem wir uns die Stellungen der Geschütze angesehen hatten ging es weiter zum Coe Pass (1610 m). Dort trafen wir  um 17:45 Uhr in unsrem Übernachtungsrifugio Stua ein.
Ein anstrengender Einlauftag lag hinter uns. 
Die Tour war 19 km lang, hatte im Aufstieg: 1500 HM (Höhenmeter) und im Abstieg: 150 HM.
Der Aufstieg war somit 200 m mehr als im Plan gestanden hatte.
Der Nieselregen am Ende der Wanderung war schnell vergessen als wir mit 5 Personen ein 7-Bett-Zimmer mit Bad bezogen und nach dem Abendessen die Tour auswerteten und den nächsten Tag besprachen. Der sollte noch einen Zacken schärfer werden…
Diese Ankündigung hatte wohl eines unserer Mitglieder an seinen Möglichkeiten zweifeln lassen, denn am nächsten Morgen hatte er Symptome eines Herzinfarktes. Eine 33-jährige Ärztin, konnte kein Risiko eingehen und holte den Notarzt. Der nahm ihn mit ins Krankenhaus. Frau und Freundin blieben auch gleich zur Betreuung unten im Tal und so waren wir plötzlich nur noch 9 „kleine Negerlein“ in der Gruppe, für 2 Tage. Dann stießen die drei wieder hinzu, denn er hatte sich wohl nur „verrückt“ gemacht.

 Der Dienstag begann nach dem Notarzteinsatz erst 9 Uhr. Dafür war der Himmel stahlblau.
Vom Coe Pass über Monte Maggio (1855 m), Coston de Laghi (1873 m), Monte Borcoletta (1759 m) zur Malga Borcoletta (1207 m) gelangten wir in 3 Stunden und waren damit 30 Minuten schneller als geplant. Zur Mittageinkehr ließen wir es uns schmecken und genossen das schöne Wetter.
Am Nachmittag ging es wieder aufwärts zum Malga Costa (1845 m) und über Sorgente (1828 m) und Sella de Pozze (1903 m) weiter zum Rifugio Lancia (1825 m). Dort um 18:15 Uhr angelangt, sagte die interne Routenmessung: Gesamtgehzeit eingehalten, aber mit 19 km waren auch 2 km mehr auf dem Tacho. Auch bei Auf- bzw. Abstieg hatten wir je 150 HM mehr: Aufstieg: 1350 HM,  Abstieg: 1150 HM

 
 
Der Mittwoch sollte der beeindruckendste Tag dieser Wanderwoche werden, nicht nur weil die deutsche Fußballnationalmannschaft mit einem 0:2 gegen Südkorea die Vorrunde der Weltmeisterschaft in Rußland nicht überlebte.
  
Vom Rifugio Lancia zur Bochette delle Corde (1880 m) starteten wir um 7:45 Uhr. Es ging in das geschichtsträchtige Pasubio Gebietes, weiter auf dem Panoramaweg entlang der Roite zu den Kampfstätten des Ersten Weltkrieges. Überschreitung der drei bedeutendsten Pasubio Gipfel: Dente Austriaco (2203 m), Dente Italiano (2220 m) und Cima Palon (2232 m, dem höchsten Gipfel im Pasubio Massiv). Hier besichtigten wir Stellungen, Bunker und Tunnel und fanden immer wieder Granatenreste als Splitter, Schrapnells. Der Abstieg zur Kapelle Santa
Maria dell Pasubio, zum Triumphbogen Arco Romano (2035m) und zum Rifugio Papa (1928 m), schafften wir bis 12 Uhr. Dort machten wir bei bestem Wetter eine Mittagspause.
Als diese zu Ende ging, wechselte das Wetter immer mehr zu Wolken und Nebel, aber immer wieder kamen auch der blaue Himmel und die Sonne durch.

Den lt. Programm vorgesehenen Abstieg über die „Straße der Helden“ zum Fugazze Pass (1162 m), machten wir nicht. Er soll auf einer 4 m breiten Schotterpiste durch viel Wald verlaufen, und das 3 Stunden lang. Auch den anschließenden Fußmarsch zum Rifugio Campogrosso (ca. 2,5 Std.) oder mit dem Shuttle Bus zum großen Pasubio Denkmal und zum Rifugio Campogrosso (1456 m) machten wir nicht – das war das Tagesprogramm unserer 3 ausgegliederten Wanderer.
Wir machten etwas Neues, das 2017 von Hans und weiteren Wanderführern getestet wurde und die Teilnehmer als Highlight bezeichnet hatten.
Wir stiegen durch 52 militärische Tunnel aus dem 1. Weltkrieg nach Xomo auf 1058 m NN ab.
Diese Tunnel waren natürlich nicht ausgebaut sondern spitz- und scharfkantig, unbeleuchtet und teilweise nass oder feucht. Horst war immer der letzte Mann unserer Gruppe, aber hier konnte ich nicht mithalten und musste meinen Augen zufolge etwas langsamer gehen.
Immer wenn wir aus einem Tunnel wieder ins Freie gelangten holte ich den Rückstand auf, da auch viel fotografiert wurde. Herrliche Tief- und Weitblicke wechselten mit Nebelschleiern ab. Es war einfach gigantisch. Nach 2 Stunden wollten unsere 2 Berlinerinnen eine Pause einlegen, nach dem 26. Tunnel! Und genau in diesem geschah dann mein Unfall.
  
Wir waren schon fast wieder im Freien, das Tageslicht erhellte schon den Boden des Tunnels.
Ich schaltete die Lampe aus, steckte sie in die Tasche, trat dabei mit dem rechten Fuß auf einen größeren und feuchten Stein, rutschte aus und stürzte vornüber.
Da ich beide Hände frei hatte, habe ich geistesgegenwärtig sie noch zum Abfangen meines Körpers eingesetzt. Aber ich donnerte trotzdem auf meine Knie und mit der Stirn an die grobe Tunnelwand. Diese Reaktion hat mich wahrscheinlich von einem Schädelbruch bewahrt!
Ich schrie jedenfalls auf und drehte mich auf den Rücken, auf den Rucksack. Da spürte ich eine Flüssigkeit über mein Gesicht laufen, Wasser aus dem Felsen? Nein es war Blut, das da aus einer tiefen Platzwunde am Kopf und mehreren kleinen Schürfwunden kam. Sofort waren die Ärztin und weitere Helfer zur Stelle, auch Karin hatte sich trotz Verbot wieder in den Tunnel begeben. Da ich noch kriechen konnte, schafften sie mich erst einmal aus dem kalten, nassen und schmutzigen Tunnel hinaus.   Dann begann die Suche nach Handschuhen und Verbandszeug. Die Bergschule hatte gerade den Wanderführern neue „Erste-Hilfe-Päckchen“ ausgegeben, aber Deborah suchte nach Strips, wie man sie als Notarzt hat. Die waren natürlich nicht drin, keine erste Hilfe. Und so versuchte sie durch drücken, den großen Cat zum Stehen zu bringen.
Dabei verlor ich so viel Blut, dass ich aussah, wie ein Verwundeter aus dem Krieg, aber die Blutung konnte gestillt werden. Mit Druckverband als Kopfverband, teilweise noch aus den sterilen Beständen der anderen Gruppe, kam ich dann wieder auf die Beine. Kein Test, der eine Gehirnerschütterung oder Ähnliches bestätigte, sprach an. Beide Wanderführer sorgten sich, wie ich die restliche Wegstrecke ins Tal schaffen würde. Einer hob den Rucksack auf meinen Schultern an, ich spürte ihn kaum noch. Ein anderer lief neben mir und drängte mich vom Abgrund weg. Ein Dritter leuchtete meinen Weg aus. Aber ich fühlte mich top, keine Kopfschmerzen, kein Schwindelgefühl, keine weichen Knie.
Karin hatte mir den Fotoapparat abgenommen und ihn vom Blut befreit, wollte aber nicht fotografieren. Während meiner Behandlung kam auch keiner auf die Idee, ein Bild zu machen – alles gesittete Menschen. Erst nachdem ich Jürgen dazu aufforderte, hat er mich und den Turban abgelichtet. Nach weiteren Tunnels nahm ich dann Karin den Fotoapparat ab und machte wieder selbst Aufnahmen, unter Protest der Wanderführer, aber ich fühlte mich gut.
Nach weiteren 2 Stunden kamen wir dann durch den letzten Tunnel und danach zum großzügig gestalteten Eingang „Strade Delle 52 Gallerie“ in Posina am Pass Xomo an.
Hierher hatten die Wanderführer Taxis bestellt (10 €/Pers.), die uns zur Unterkunft Rifugio Campogrosso auf 1456 m NN bringen sollten. Dort angekommen brachte mich das Taxi mit Karin, die mich nicht allein lassen wollte, in die Notfallambulanz im 40 km weit entfernten Bassano.
Dort gab es eine Lektion, wie ein Krankenhaus organisiert sein sollte:
18:34 Uhr fand die Aufnahme statt mit Pulsmessen und Blutdruck, meine Kassenkarte reichte aus.
18:44 Uhr wurde ich zur Ärztin hineingerufen, Karin musste draußen bleiben.
Mit wenig Englisch, aber ständigen Übersetzungen per Handy fragte sie mich ab und belehrte mich auch über die Arbeiten, die sie machen wird und wie ich mich bei bestimmten Symptomen an den Folgetagen verhalten muss.
18:55 Uhr war ich fertig, man rief unser Taxi an und 19:25 Uhr saß ich in einem „Jaguar“.
Taxikosten für 80 km waren 55 €, was hätte ein Notarztwagen verursacht? Die ADAV-Auslandskrankenversicherung kam
dafür kulant auf.
Als wir 20:15 Uhr in der Unterkunft anlangten, gab es noch etwas zu Essen und wieder Sorge um meinen Zustand. Wir hatten wieder ein 10-Bettlager für 6 Personen und unsere Ärztin konnte mich hautnah überwachen, aber es war nicht notwendig.
Dieser Tag wird sicher ein Besonderer bleiben, die Kombination zwischen Landschaft und Kriegsgebieten mit meinem Unfall, ist nicht zu toppen.
Entfernung: 14 KM - Aufstieg: 450 HM - Abstieg: 1100 HM war für die „alte“ Variante vorgesehen, die „52 Tunnels“ liegen sicher beim Abstieg noch 500 HM höher. 

Der Donnerstag sollte unser Abschlusstag werden. Erst um 8:15 Uhr starteten wir, denn der Tag war nur mit 5 Stunden angesetzt. Den Aufstieg zur Bochetta dei Fondi (2084 m) in 2,5 Stunden schafften alle, wenn auch mit häufigen Stehenbleiben, Schnaufen, Fotografieren. Hier hat man, meiner Meinung nach, die Grenze zu den Leistungen eines Über50ers gespürt.
   Ein Teil der Gruppen machte mit Hans einen Abstecher und bestieg den Carega Gipfel (2259 m), den höchsten Gipfel der Piccolo Dolomiti.   Auf den Gipfel wollte mich Hans erst nicht mitnehmen, ich sei doch nicht fit genug nach dem Unfall… Ich wollte ihm schon schriftlich die Teilnahme auf eigene Verantwortung erklären, da ging es doch. Als wir dann den Gipfelgruß bekamen, meinte Hans: „Harter Hund“. Lucas war auch mit und er war der Erste am Gipfelkreuz. Von dort oben hatte man eine traumhafte Aussicht auf den Gardasee und 360°-Rundumsicht über die Bergwelt. Zum Aufstieg hatten wir die angezeigte Zeit von 50 Minuten eingehalten und auch noch unsere Rucksäcke am Bocchetta Mosca deponiert. Der Abstieg zum Rifugio Scarlorbi (1767 m) war flott und dauerte keine Stunde. Dort trafen wir uns mit der anderen Truppe und stiegen langsam, manchmal sehr langsam durch die Schlucht des Valle di Revolto, dem anschließenden Waldgebiet zum Rifugio und Berggasthaus Boschetto (1151 m). Für den Abstieg haben die geplanten 2 Stunden nicht ausgereicht. 16:30 Uhr war ich der erste von Kiras Gruppe, der das Berghaus Boschetto erreichte, die andere Gruppe war schon da.
Wir waren 13 km unterwegs, sind mindestens 600 HM aufgestiegen – der Abstieg war mit 1100 HM wieder um 200 HM mehr ausgefallen (Bergbesteigung exclusive).
Karin und ich konnten ein Doppelzimmer beziehen und ich konnte mich erholen. Obwohl ich mich fit fühlte, bin ich schnell eingeschlafen.
Essen und Trinken auf dieser Hütte war wieder sehr gut. Wenn die Massenquartiere nicht gewesen wären, könnte man komplett zufrieden sein. Nach einer Abschlussrede bekamen wir von Kira die Zertifikate für diesen 3. Teil und jeder einen Stein von der „E5“, ich einen besonders scharfkantigen als Erinnerung an meine Kopfwunden.
 

 

 

Hier endet die Bergwelt des Europäischen Fernwanderweges E5.

Am Freitag verließen wir frühzeitig unser Quartier, da wir den Linienbus nach Verona nehmen mussten.
Taxis brachten uns 7:15 Uhr nach Giazza und zum Ende der Hochgebirgslandschaft. Nach 90 Minuten Busfahrt stiegen wir bei 30°C am Bahnhof in Verona um 9:45 Uhr aus dem Bus, verabschiedeten uns von unseren jungen Berlinerinnen und den Wanderern der anderen Gruppe und liefen ins Hotel „Leopardi“. Es war noch früh am Tag und wir deponierten unsere Rucksäcke im Hotel. Danach ging es zur Stadtbesichtigung. Verona zieht mit seinen alten Gebäuden, dem Amphitheater und dem Balkon der „Julia“ lt. Shakespeares die Touristen an.
   
Wir aßen wieder einmal Pizza, dieses Mal am Theater,  und leckeres Eis. Bei 32°C ist man aber schnell müde und so waren wir 15 Uhr wieder im Hotel. Da es immer nach sehr heiß war, gingen wir noch einmal in ein Cafe zum Eisessen. Erst danach wurde geduscht.
Für die französische Oper „Carmen“ hatten sich 5 Personen interessiert. Sie machten sich schon 18 Uhr auf den Weg, obwohl das Stück erst 21 Uhr beginnen sollte.
Einer durfte nicht rein, weil er den Fotoapparat dabei hatte - nicht gestattet. Er nahm sich ein Taxi, fuhr zum Hotel, deponierte ihn dort und war pünktlich wieder im Theater zurück. Es war heiß und es gab mehrere Einsätze der Sanitäter. Nach 45 Minuten endete der erste von 5 Akten. Es folgte ein Bühnenumbau von 20 Minuten. Da auch die Sitzgelegenheiten auf den schmalen Steinplatten nicht bequem waren, kamen die 5 schon nach dem 2. Akt per pedes ins Hotel, es war 0:30 Uhr als Karin an meine Tür klopfte.
Wir anderen Fünf hatten den Abend in einer Pizzeria verbracht und ich die beste Pizza meines Lebens gegessen. Danach hatten wir uns getrennt auf unsere Zimmer begeben, vorgeschlafen oder ein weiteres Mal geduscht. 

Die leckerste Pizza - u.a. mit Muscheln!



Am Samstag hatten sich Lucas und Karin den Wecker auf 6:30 Uhr gestellt, aber den hatte Lucas nach dem anklingeln weggedrückt. Als die Beiden um 7:30 Uhr immer noch nicht zum Frühstück erschienen waren, ging ich ans Zimmer 321 und musste sie tatsächlich wecken.
So wurde ihre letzte Mahlzeit etwas hektisch, aber wir erreichten mühelos den Zug ab Verona um 9:04 Uhr.
In Rosenheim hatten wir dann einige Minuten Verspätung und konnten nicht umsteigen.
Nachdem ich als frischen Krankenhausfall ausgegeben wurde, konnten wir bis München durchfahren, erreichten Nürnberg und Hof pünktlich.
In Chemnitz verabschiedeten sich die 4 Annaberger von uns und wir erreichten Freiberg um 21:39 Uhr.

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