Radacht

Die Rad-„8“ – Achtförmige Radwegekombination
zwischen Saale, Unstrut und Weißer Elster

Diese im Nachgang wirklich sehr schöne, abwechslungsreiche und teilweise anspruchsvolle Tour
hatten uns zwei Wanderfreunde empfohlen, die schon mehrfach mit uns im Wander- und Abenteuerurlaub gewesen sind.
Aufgrund der nicht besonders guten Dokumentation und Werbung, wären wir selbst wohl nicht auf die Gedanken gekommen, zwischen Zeitz und Freiburg eine Mehrtagestour zum Radfahren zu suchen und sie so zu gestalten. Wir, das waren zwei Ehepaare und eine Frau Anfang der 50er und wir als das alte Ehepaar mit je 66 Lebensjahren, aber alle bei guter Kondition.
http://www.fluss-radwege.de/saale-unstrut-elster-radacht kann man sich dazu ansehen.
Dieses nun vorhandene Insider-Wissen möchten wir gern weitergeben und die Region weiterbeleben, ihr Radwanderer zuzuführen und Werbung zu machen.
Hier ein Foto, auf dem man die Fahrrichtung sieht und auch so fahren sollte:

Wir stellten unsere PKW´s in Zeitz ab, hätten aber auch die Bundesbahn bis hierher nehmen können. Die Suche zum richtigen Startpunkt war auch hier der schwierigste Punkt, wie auch in allen Orten, wo wir bisher einen bekannten Radweg begonnen hatten.
Die Vorschau für das zu erwartende Wetter war nicht gut, für zwei Tage waren ständig Schauer auf der Wetterkarte. Aber die Meteorologen logen wieder einmal.
Über den Zuckerbahn-Radweg, eine stillgelegte Bahnstrecke, erreichten wir am Samstag Osterfeld. Dort verließen wir den Bahndamm und orientierten uns nach Schönburg, kurz vor Naumburg,
Von der Mündung der Unstrut in die Saale verfolgten wir den Unstrutradweg nach Freyburg. Er führt direkt an der Mündung am Blütengrund vorbei. Dort sollte man an einer kleinen Kneipe die Thüringer Roster und den preiswerten Federweißer genießen, besser und preiswerter als in der Gaststätte an der großen Schleuse. Der weitere Weg führte uns dann bis nach Laucha.
Wenige Meter nach Burgscheidungen übernachteten wir nach 65 Kilometern in Tröbsdorf im Gasthof „Zum Grünen Tal“ neben einem Kirchlein von 1694. Hier hatten wir große und saubere

 Zimmer, sehr gutes Essen, einen lustigen Wirt und ein Preis-Leistungsverhältnis, das es in Deutschland kein zweites Mal geben dürfte.
Wer hier etwas zu meckern hat, muss sich ein 5-Sterne-Hotel suchen. Siehe www.zumgruenental.com
 

In der Nacht hatte es kräftig geregnet, aber als wir am Sonntagmorgen weiterfuhren, war der Weg bereits stark abgetrocknet. Heute sollte sich die Sonne eigentlich kaum zeigen, aber wir hatten erneut einen regenfreien und warmen Tag. Der Harz blockte wieder das schlechte Wetter von dieser Gegend ab, schön für uns. Dazu wurde die Strecke anspruchsvoller. D. h. es gab auch Wege, die nicht asphaltiert waren und die auch kräftige Anstiege auswiesen. Wir erreichten Eckardsberga und danach wieder die Saale.
In Bad Kösen genossen wir im Cafe „Schoppe“ Kuchen aus der riesigen Auswahl an der Theke, Kaffee und Eis im Freien.

Als wir dann Schönburg erreichten, zeigte der Tacho 60 km an. Wir hatten immer noch Zeit, den Aussichtsturm der Burg zu erklimmen und danach vor unserem Hotel „Neue Welt“ noch einen Drink im Freien zu genießen.
Wieder hatten wir einen Grund bei schmackhaften Essen den auch wettermäßig gelungenen Tag ausklingen zu lassen.

Der Morgen des Montag war wesentlich kühler, der Wind hatte zugenommen und das Thermometer sollte heute nur 19°C erreichen, aber auch die Regensachen sollten wir nicht benötigen, obwohl der Wetterbericht ab Mittag stärkeren Regen angesagt hatte.
Als wir nach Weißenfels die Saale verließen und nun wieder auf der verbindenden „8“ waren, spürte man auch bald, dass hier die Fördergelder wohl nicht mehr ausreichend vorhanden sind.
Die Wege waren nun wesentlich aufmerksamer zu befahren als bisher. Um die Gemeinde Höhenmölsen und dem Mondsee war dies besonders zu spüren.

Da sich der Himmel immer bedrohlicher mit Regenwolken füllte, entschieden wir uns, den Abschnitt Mondsee-Zeitz zu verlassen und lieber die Fahrstraße zu benutzen. Diese ist allerdings auch nicht stark befahren. Nach wiederum 60 Kilometern schließt sich die „Rad-8“.
Als wir in Zeitz unsere Räder wieder an den PKW´s verstauten, begann es stärker zu nieseln.
Aber das konnte uns nicht mehr ärgern.

Wir denken:

Wunderschöner Radweg – nicht  zutreffender Wetterbericht – echte Radlerfreundschaft

Herz, was brauchst Du mehr.

Die Gegend und der Radweg braucht mehr, mehr Touristen, die dieses schöne Stück deutscher Fluß- und Berglandschaft unbedingt sehen müssen.      

 

  „Reise solange Du kannst, sonst reisen Deine Erben“
 

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