Meine 4000er Nummer 6-11:
Castor - 4228m, Balmenhorn - 4167m, Schwarzhorn -  4321m,
Ludwigshöhe - 4341m, Signalkuppe - 4554m und
Parrotspitze - 4432m über NN.
 

Bergsteigen entlang der Spaghettitour
Bereits seit mehreren Monaten hatte ich mit einem befreundeten Ehepaar, meiner Ehefrau und unserem gewährten Bergführer Georg, die Termine und Einzelheiten für diesen besonderen Urlaub abgestimmt. Mit den Freunden hatten wir schon 2008 am Mont Blanc unsere Erfahrungen gemacht.
Und so freuten wir  uns auf ein weiteres Bergabenteuer.
Abenteuer sollte es tatsächlich werden…
Um uns besser für die Höhe zu akklimatisieren, fuhren Karin und ich schon am Freitag, dem 20. August 2010 nach Herbriggen in die Schweiz. 
Ich hatte bei „Rosi“, der Chefin des Hotels „Bergfreund“ vorgebucht und so bezogen wir nach 10 Stunden Fahrzeit und einer Stunde Pause gegen 17 Uhr unser Zimmer. Bei der Anreise hatten wir uns ganz auf das navigationsgerät verlassen und auch „Fähren“ zugelassen. Als wir aber den Lötschberg erreicht hatten, wurden wir in Kandersteg auf die „Autoverladung“ zu 25 SFR geschickt – das war die „Fähre“. Innerhalb 20 Minuten hatten wir die Strecke nach Goppenstein hinter uns gebracht und mehrere Alpenpässe eingespart. Die „401“ hatte Sicht auf die Kirche mit auch nachts schlagender Turmuhr und knarrende Betten. Dafür war es für Schweizer Verhältnisse preiswert: 130 € für 2 Personen incl. Halbpension und kostenlosem Parkplatz.
Am Samstag starteten wir nach ausgiebigem Frühstück mit dem Zug in den Nachbarort nach Randa für 6,20 SFR pro Person. Dort folgten wir ab Ausgangshöhe 1407 Meter ab 9:45 Uhr dem ausgeschilderten Weg Richtung Domhütte bzw. Europaweg. Ursprünglich hatte ich vor, auf 3000 Meter aufzusteigen und nach dem Besuch der Domhütte zurück. Aber 1600 Höhenmeter im Aufstieg wären dann doch etwas zu anstrengend gewesen und wir benutzten den Europaweg. Schließlich würden wir unsere Kräfte noch benötigen. Dies war eine vernünftige Entscheidung…
   
Wir besuchten die Europahütte auf 2220 Meter über NN. Und gingen dann den Europaweg Richtung Ottiven. Bald erreichten wir die am 10. Juli dieses Jahres eröffnete 230 Meter lange Hängebrücke. Sie überspannt das stark steinschlaggefährdete Tal. Später erreichten wir einen Felstunnel, wo man „Licht machen“ konnte. Wir fanden allerdings keinen Schalter. So gelangten wir durch mehrere künstliche Röhren, die ebenfalls wegen Steinschlag verlegt worden sind, die Täscher Alm bei Ottavan auf 2187 Meter Höhe. Nach gierig getrunkenen 0,5er Mineralwasser aßen wir Pflaumenkuchen und genossen den Kaffee am Fuße des Rimpfischhorns. Im Hintergrund konnte man auch den Alphubel sehen. Beide Gipfel kann man von der Täschhütte aus besteigen, für das Täschhorn sollte aber viel Zeit eingeplant werden – weite Wege. Dann ging es talwärts. Vorbei an alten Heuschobern an blühenden Wiesen zog sich der Weg flach bis sehr steil bis nach Täsch. Dabei konnte man viele Blicke auf Breithorn, Matterhorn und Weisshorn werfen. Drehte man sich um, so grüßte das Rimpfischhorn. So nahmen wir den Zug, der uns für 10,20 SFR pro Person nach Herbriggen zurück brachte. Wir duschten und setzten uns bei „Rosi“ zum 3-Gänge-Menü an den Tisch. Heute saßen 2 junge Burschen mit am Tisch, die gerade das Sinalrothorn gezwungen hatten.
So gab es genug Gesprächsstoff bis wir gegen 21 Uhr das Essen beendeten. Rosi teilte die Taxifahrten nach Zermatt für den nächsten Tag ein, wir trafen uns 7:30 Uhr am Kleinbus mit unseren Rucksäcken für die nächsten Tage. Dies ist wesentlich angenehmer als mit dem Zug, der für diese Strecke noch deutlich mehr Zeit beansprucht. Nachdem wir unsere Rucksäcke fertig gemacht hatten, schliefen wir ein bzw. dachten an die kommenden Ereignisse.

Am Sonntag wollten wir uns 9 Uhr an der Talstation der Matterhorn-Paradise-Seilbahn mit unseren Freunden und Bergführer Georg Feitzinger.
Georg ist ein 39-jähriger österreichischer Bergführer, der die beiden Sommermonate in Zermatt tätig ist. Er hatte mich schon 2007 auf den Dom und 2008 auf den Mont Blanc geführt. Seine offenen und ehrliche Art, keine Gefahren einzugehen, hatten ihm auch 2010 den Zuschlag für dieses Vorhaben gebracht. Wer sich ähnlichen Ereignissen stellen möchte, sollte sich an ihn wenden: www.treksandtours.at.
Die Seilbahn wurde seit 2007 neu gestaltet. Sie fährt jetzt über „Schwarzsee“ zum „Kleinen Matterhorn“, ohne Umstieg. Für 58 SFR pro Person bringt sie uns auf fast 4000 Meter, an den Fuß des Breithorns. 
10 Uhr standen wir mit Steigeisen an den Füßen und angeseilt bereit zum ersten 4000er. Hier hatten wir eine sagenhafte Sicht auf den Mont Blanc und das Matterhorn – keine Wolke trübte die Sicht. So gut, wie dieses Mal, war die Sicht noch nie.

Wir gehen los und sind 12 Uhr auf dem Gipfel des Breithorns in 4163 Metern Höhe.

   
 
Die Aussicht auf die umliegenden 4000er ist fantastisch. Hinter uns liegen Mont Blanc und Matterhorn. Vor uns liegen Pollux, Castor, Liskamm und das Massiv der Monte Rosa. Im Norden ist das Täschhorn und sogar der Dom zu erkennen, am Horizont sieht man Eiger, Mönch und Jungfrau.
Vor uns zieht sich der schmale Grat vom Westgipfel nach Osten mit dem Mittelgipfel (4159m), dem Ostgipfel (4135m) sowie die Breithorn Zwillinge mit 4139 bzw. 4106 Metern über NN. Das Breithorn endet im Osten mit der Schwarzfluh (Roccia Nera) in 4075 Metern Höhe. Wir steigen über diesen schmalen Grat nur so weit entlang bis sich der Pfad zum Mittelgipfel nach links bewegt. Im weiten Bogen gehen wir rechts abwärts und erreichen den Punkt, wo wir am Vormittag zum Westgipfel aufgestiegen sind.
Nach mehreren Fotohalts erreichen wir kurz vor 16 Uhr bei immer noch voller Sonne die Hütte „Ayas“. Hier, in 3420 Metern üNN, nehmen wir Quartier, beziehen ein Vierbettlager, machen einige Fotos und gehen nach dem obligatorischen Abendessen (Suppe oder Pasta, Hauptgang, Eisdessert) zufrieden mit uns und der Welt zu Bett. 
Einer von uns hat mit der 30er Sonnencreme einen schlechten Griff gemacht – er hat im Gesicht Sonnenbrand mit Blasen.
Die ganze Nacht hatte er Probleme damit und wollte am nächsten Morgen deshalb und aufkommender Migräne absteigen.
Aber am Montag änderte sich sein Zustand und er setzte die Tour fort. Wir werden 4:30 Uhr geweckt. So früh müssen wir aufstehen, damit wir nicht am Nachmittag in weichen Schnee tief einsinken und Kräfte vergeuden. So gehen wir 5:30 Uhr im Schein der Stirnlampen los, Steigeisen sind natürlich angelegt. Wir hören mehrere Serakabgänge in der Dunkelheit. Georg beruhigt uns, sie sind nicht im aktiven Bergsteigergelände. Ziel des heutigen Tages ist der Gipfel des Castor und die Übernachtung in der Sella-Hütte. Der Castor hat ein teilweise starkes Steilstück von 45 Prozent. Obwohl viel Schnee das Gelände griffig macht, setzte Georg zwei Eisschrauben nachdem er mit dem Pickel 20 cm festen Schnee beseitigt hatte. „Sicher ist sicher“ war am Abend aus einem Gespräch zwischen ihm und zwei anderen Bergführern heraus zu hören.
So stehen wir 9:30 Uhr auf dem Gipfel des 4228 Meter hohen Castor. Wir genießen den Blick auf das Breithornmassiv, Matterhorn, Pollux und den Liskamm. Auch die entfernteren 4000er incl. des Gran Paradiso im Aostatal sind zu bewundern. Über einen langen und schmalen Grat geht es abwärts zum Felikjoch.
   
Dabei waren einige Stellen, wo der Wind uns wegdrücken wollte. 11:45 Uhr sind wir bereits an der Sella-Hütte. In 3585 Metern werden wir übernachten, vorher aber noch das schöne Wetter genießen. Langsam verstärken sich die Wolken, der schlang lange für den Dienstag angekündigte Schlechtwettertag sollte kommen. Georg hatte zwei Versionen. Sollte das Wetter nicht so schlecht werden, dann über den Passo del Naso (4100 m) aufsteigen und danach Mantova-Hütte auf 3470 m absteigen. Bei schlechterem Wetter sollten wir absteigen, teilweise mit Seilbahnunterstützung und im Nachbartal auffahren bzw. Aufsteigen – Nebel und Regen im unmarkierten Gelände so minimiert bleiben. Wie Recht Georg doch haben sollte.
Der Dienstag war schlechter als erwartet. Also: In aller Ruhe frühstücken und dann absteigen.
Unsere Bekannten von „Rosi“, die in Dresden und Zittau zuhause waren, wählten den Weg über den Pass und waren damit schlecht beraten. Sie fanden die Gnifetti-Hütte nur über den Höhenmesser und GPS. Wir jedoch stiegen über einen steinblockübersäten Pfad steil abwärts. Der Pfad war mit starken seilen gesichert und wenig begangen. So hatten wir nahen Sichtkontakt zu einer Steinbockmutter mit Kitz und einem prächtigen Bock. Dann erreichten wir die Seilbahn. Für 52 € brachte sie uns zu einem Sonderpreis in das Örtchen Staffal im Gressoney-Tal. Dort wollten wir die Zeit mit „Sonnenbaden“ und Sauerstofftanken überbrücken. Allerdings gab es hier den ersten Regen, wenn auch nicht ergiebig. Wir setzten unseren Aufstieg mittels Seilbahn fort. Dieses Mal mussten wir 82 € ausgeben. Oben angekommen hatten wir ausflockenden Nebel. Wir suchten den aktuellen Weg und gelangten mit einer anderen Seilschaft zu einer neuen Seilbahn, von deren Bergstation es nur noch 30 Minuten bis zur Mantova sein sollte. Da sich außer Karin keiner für die Seilbahn entschied und Karin natürlich nicht allein fahren wollte, machten wir und gemeinsam auf den Weg – eine schwere Fehleinschätzung.
Es wurde merklich unangenehmer. Der Nebel wurde dichter, es begann zu regnen, die Weg wurde glitschig und teilweise sehr steil mit hölzernen Stufen für Riesenbeine. Wir dachten: „Wenn wir doch …“. So gelangten wir nach 2 Stunden mit einer Gruppe zusammen, die aber auf die Gnifetti-Hütte wollten. Georg suchte nun im dichten Nebel mit seiner Erfahrung den Weg zur Hütte. Karin hatte kurz ein Zelt stehen sehen, aber das ist untergegangen. Nach weiteren 10 Minuten wollte sich die Sonne zeigen. Für wenige Sekunden riss der Nebel auf und wir sahen in unmittelbarer Nähe die Hütte, die gleich darauf wieder im Nebel verschwand. Karin hatte laut gejubelt – wir waren alle froh, den Tag gegen 18 Uhr beenden zu können. Zum Abendessen gab es „Würste vom Steinbock am Morgen“ oder von einem anderem Tier. Dieses Mal hatten wir ein 6-Personen-Lager. Es wurde nur von uns 5 Personen belegt. So träumten wir vom angekündigten Schönwetter für unseren wohl höchsten, anspruchsvollsten und erlebnisreichten Tag.
Am frühen Morgen , 5:45 Uhr, war kein Nebel mehr zu sehen, in der Dunkelheit und dem aufziehenden Morgen leuchteten die Lichter der Gnifetti-Hütte und der Mont Blanc erhellte sich als erster Berg in der Ferne. Wir zogen wieder mit Stirnlampe los, aber nur für wenige Minuten, es wurde schnell hell. So erreichten wir als ersten 4000er des Tages das Balmenhorn mit 4167 Metern. Hier bestiegen wir mit den Steigeisen an den Füßen die Metallklammern des Felsen. Nach wenigen Metern standen wir an der riesigen Jesus-Statue und blickten auf die Vincent-Pyramide mit ihren 4215 Metern, die wir nicht besteigen würden. Karin war nicht mit aufgestiegen, sie bewachte unsere Rucksäcke und Pickel. Danach ging es zum Schwarzhorn. Es misst 4321 Meter. Kurzfristig entschließen wir uns, ohne Karin und den Rucksäcken, hinauf zu klettern. Zu viert wäre das nicht gegangen, wir hatten nur drei Pickel und ohne Pickel…
Die Wand war sehr steil. Georg kletterte voran und sicherte. Ich kam als nächster. Frontzackeneinsatz, Pickeleinsatz und Hochziehen über diese 3 Punkte war erforderlich. Entlohn wurden wir mit der schönen Sicht auf unser Tagesziel: Margherita-Hütte bzw. Signalkuppe mit 4554 Metern. Das Hinuterklettern war wieder eine Mutprobe, zumindest für mich.
Dann ging es auf die Ludwigshöhe. Den Aufstieg auf 4341 Meter machte Karin wieder mit.
Danach ging es an großen, schön geformten Schnee- und Eiswänden vorbei, mit Blicken auf den Liskamm, den Grenzgletscher und die Signalkuppe. Danach aber anstrengend immer steiler werdend geht es auf 4500 Meter.
   
Wir entschieden uns gegen die Parrot-Spitze und erreichten so, ziemlich entkräftet die Margherita- Hütte in 4554 Metern. Bevor wir in die Hütte gingen, sahen wir noch die Zumsteinspitze, die Dufourspitze und die Gipfel um das Strahlhorn herum.
   
Es war 13:45 Uhr. Dann wurde der Wind so stark, dass es immer mehr Schnee und Wolken in Richtung Zumstein trieb. Dort war dann nichts mehr zu sehen. Aus den Fenstern der zugeschneiten Hütten konnten wir auf das Matterhorn und den Liskamm hinuntersehen.
   
Bald war auch das nicht mehr zu sehen. Langsam erholten wir uns und ich hatte während dieser Tour immer noch keine Kopfschmerzen oder ähnliche Probleme, ein gutes Zeichen.
Ich wollte ja am Freitag mit Georg auf die Dufourspitze. Irgendwo mussten wir uns erkältet haben. Karin hatte Schnupfen. Ich wachte in der Nacht mit einem Brummschädel und Schnupfen auf. Im Dunklen suchte ich Aspirin und wartete auf deren Wirkung. Da sich nichts besserte, nahm ich die Ohrstöpsel heraus und da wurde es besser.
Lag das nun an der Erkältung, dass ich Kopfschmerzen hatte oder doch an der Höhe.
Dies war die einzige Hütte dieser Tour, wo kein Wasser zum Waschen und für das WC vorhanden war, alles mit Desinfektionslösung. Und auch zum Frühstück um 5:30 Uhr brannte kein Licht wie in den anderen Hütten. Wir mussten im Licht unserer Stirnlampen den Rucksack packen und frühstücken. Das Frühstück war auch das schlechteste der gesamten Tour. Dafür kostete die Übernachtung 280 €, zuzüglich 50 € für Getränke und kleine Extras.
 
Als wir uns dann am Donnerstagmorgen auf den Weg machten, war nicht ersichtlich, wie lange der Nebel anhielt. So verzichteten wir auf die Zumsteinspitze mit ihren 4563 Metern, ein Ausblick wäre nicht möglich gewesen.
So stiegen wir ab und erreichten den Fuß zur Parrotspitze. Sollten wir diesen 4432 Meter hohen Berg besteigen? Die Sicht war besser geworden, aber ob das so weiter ging? Wir entschieden uns für den Aufstieg, auch Karin. Sie blieb aber dann vor dem Grat im Windschutz eines riesigen Gesteinsbrockens mit unseren Rucksäcken. Wir stiegen zum langen und schmalen Grat auf. Der Wind war immer noch stark. Aber die Sicht war inzwischen gut. Als wir zurück waren, war auch bei Karins Stein gute Sicht auf Signalkuppe, Liskamm und Grenzgletscher.
Die Südwand der Dufourspitze lachte uns an, dort oben wollte ich morgen zu dieser Zeit stehen.
 
     
Es ging zurück und über den Grenzgletscher und dessen Spalten hinter zur Monte Rosa Hütte. Auf dem Weg dahin begleitete und links der Liskamm, vor uns das wolkenfreie Matterhorn und rechts das Monte Rosa Massiv mit seinen Seraks.
Dann war in der Ferne kurz die Neue Hütte zu sehen. Es war noch eine gute Stunde zu gehen.
Aber der Weg über den Gletscher wurde spaltenreicher und so für uns wieder zu einem Erlebnis.
Wie üblich ist der Übergang zwischen dem Eis eines Gletscher und der Zivilisation mit unschönen Wegen über Gesteinsblöcke verbunden. Auch hier war das so und wir waren froh gegen 13 Uhr die Hütte erreichten. 2795 Meter Höhe wäre ein idealer Übernachtungspunkt.
   
Aber für Karin und unsere Freunde gab es keine Schlafplätze. Es sollte am Freitag einen weiteren Wetterumschwung geben, für 8 Uhr war Regen angekündigt. Risiko eingehen oder die Besteigung der Dufourspitze ausfallen lassen, zum zweiten Mal nach dem „Dom-Jahr“? Ich entschied mich, abzubrechen.
Wir besichtigten die Hütte, aßen und tranken. Gegen 14 Uhr machten wir uns an den Abstieg über den Gletscher und den Rückweg über Rotenboden nach Zermatt.
Dabei kommen wir an der alten Hütte vorbei, die immer noch gut aussieht, aber komplett abgerissen wird.
   
In Italien würde sie stehen bleiben, verfallen und die Landschaft verschandeln. Der Weg über den Gletscher wird immer spaltenreicher. Wir sind froh, Georg dabei zu haben. Andere Unternehmen trennen sich an der Hütte von ihren Gästen.
Dann erreichen wir den Gornergletscher. Wieder haben wir prachtvolle Ausblicke auf den Monte Rosa Stock bzw. die Kette Liskamm-Matterhorn. Nach 90 Minuten verlassen wir den Gletscher.
   
Über Leitern und dann steigende Pfade gelangen wir in großer Hitze und schwindenden Kräften in weiteren 90 Minuten die Bahnstation „Rotenboden“ der Gornergratbahn. Hier hat die Natur wieder begonnen, Gräser und Blumen wachsen zu lassen.
   
Die Bahn bringt uns für 33 SFR pro Person nach Zermatt. Hier trennen wir uns von Georg und ich fahre für 17,40 SFR nach Herbriggen. Die 3 anderen fahren mit dem Shuttle nur bis Täsch, für 7,60 SFR. Als ich in Herbriggen zum Auto laufe kommen die 3 gerade an. Wir nehmen unsere „Hotelsachen“ und beziehen bei „Rosi“ bzw. in der Privatwohnung Quartier. 20 Uhr sitzen wir am Tisch und speisen wieder gut.
Der Freitag bringt uns früher als erwartet aus den Betten. Wir Hengste sitzen schon 8 Uhr beim Frühstück und 9 Uhr im Auto. Der Himmel überm Breithorn ist dunkel und er wird wohl auch regnen. Wir nehmen wieder die Autoverladung und fahren ab Goppenstein im Regen und Nebel durch die Schweiz gen Heimat. Ab Bern ist es trocken und dann scheint die Sonne bis Hof. Dort beginnt es zu regnen. Zwischen Plauen und Stollberg regnet es kräftig, es gibt kein richtiges Vorankommen. Danach läuft wieder alles sauber, in Chemnitz ist alles trocken. Als wir 21 Uhr in Frauenstein unser Auto entladen ist es wieder trocken, aber dann regnet es auch hier.
Die Kinder und Enkel freuen sich, uns „lebend“ zu sehen, sie sehen wohl immer die falschen Filme.
Ich werde wohl zur Dufourspitze zurück kehren, wann und in welcher Begleitung weiß ich noch nicht. Aber alle sind sich einig:
Eine aktionsreiche Woche liegt hinter uns, die wir sicher nie vergessen werden“.
 
Signalkuppe 4554 m - "mein" höchster Berg
des Monte Rosa Massivs
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