Mont Blanc

Meine 4000er Nummer 3-5:
Allalinhorn - 4027m, Strahlhorn - 4190m und
Mont Blanc - 4810m über NN.
 
Vorbereitung mit Allalinhorn und Strahlhorn - zwei 4000er, die unterschiedlicher sind sein konnten.

Am Freitag, dem 20. August 2008 fuhren meine Frau und ich gegen 15 Uhr inm sächsichen Freiberg los. Wir bezogen ein Hotelzimmer bei Lindau und warteten die Nacht ab. Am Morgen hatte es aufgehört zu regnen. Wir  frühstückten und fuhren 8:30 Uhr Richtung Schweiz. Dort kamen wir gegen 14 Uhr in Saas Fee an und begegneten sofort den beiden Mitbergsteigern. Es war ein befreundetes Ehepaar, das wir schon längere Zeit gut kannten. Wir marschierten mit unserem Gepäck zur Seilbahn, wobei unser Kumpel den halben Kleiderschrank seiner Frau zu tragen hatte. Sie hatte meine guten Ratschläge überhört und alles in seinen Rucksack gestopft. Nach 10 Minuten Seilbahnfahrt stiegen wir auf dem Plattjen in 2570m Höhe aus und stapften den alpinen Weg zur Britanniahütte. Dieser Steig sollte 2 Stunden dauern, aber wir waren 30 Minuten schneller. Die Hütte steht exponiert auf einem Sattel in 3030m Höhe. 

   

Georg Feitzinger, mein bewährter Bergführer, hatte die Hütte bereits bestellt. Während ich noch überlegte, wie Georg ausgesehen hatte, stand er plötzlich neben mir. Ich erkannte ihn an seinen leuchtenden Augen.
Wer sich ähnlichen Ereignissen stellen möchte, sollte sich an ihn wenden: www.treksandtours.at.
Wir bezogen im Raum5 die Schlafplätze 3 bis 6 in der unteren Reihe. Während wir 18:30 Uhr unser Abendessen zu uns nahmen, begann es leicht zu schneien.
Am Mont Blanc soll dies die Ursache für den Serakabgang gewesen sein, der 12 Bergsteigern den Tod gebracht hatte. Darunter auch 4 Deutsche. Grund für unsere Kinder und Bekannte, sich Gedanken zu machen. 22 Uhr lagen wir nach einer Katzenwäsche, denn es gab wieder kaum Wasser, in unseren Schlafsäcken.
Am Samstag ging es 7 Uhr zur ersten Höhengewöhnungstour in einer Stunde zur Seilbahnstation Felskinn in 3000m über NN und von dort mit der "Metro" bis zum Mittelallalin in 3500 Metern. Dort starteten wir 9 Uhr und erreichten 11:30 Uhr im langsamen Tempo den Gipfel des Allalin in 4027m Höhe. Karins erster 4000er.
           

Georg hatte die Truppe angeführt. Danach folgte Karin als angenommenes schwächstes Mitglied der Seilschaft, dann ich, unsere Freunde beldeten des Ende der Seilschaft. Wir hatten einen wolkenlosen Tag erwischt. Das Matterhorn und der Mont Blanc waren ohne Wolkenhaube zu sehen und auch die Dufourspitze war schön zu sehen. Nebenbei konnten wir die Route für den nächsten Tag gut einsehen und wussten, dass uns eine lange Strecke erwarten würde. Außer unserer Bergfreundin hatten wir wohl alle einige Schwierigkeiten mit der Kondition oder der dünnen Luft. Ich war jedenfalls nach dem Abstieg ganz schön fertig.
Am Montag sollte eigentlich wieder strahlendes Wetter sein. 3:30 Uhr war wecken. Ab 3:45 Uhr gab es Frühstück und 4:30 Uhr ging es im Schein der Stirnlampe auf den Gletscher hinab, über den Gletscher und ein Geröllfeld. Gegen 6:30 Uhr begann der Sonnenaufgang. Aber die Wolken deuteten auf schlechteres Wetter hin. Eine Stunde später kam leichter Nebel auf und es begann zu schneien. Einige Seilschaften überlegten, ob man nicht abbrechen sollte. Eine Gruppe drehte wirklich um und wechselte später wieder ihre Abstiegsabsichten. Es ging weiter. Der Schneefall endete und der Nebel lichtete sich. Die Sicht auf dem Grat war nicht mehr so toll wie am Vortag, aber wir erreichten wiederum gegen 11:30 Uhr das 4190m hohe Strahlhorn.

     

Vorher hatten mein Bergreund und ich einige Probleme. Ob das nun am ständigen Stehenbleiben lag, sei dahin gestellt. Nach Karin lief diesmal unsere Bergfreundin und die war an dieser Stelle eindeutig zu gut und zu schnell. Durchhängendes Seil, dann wieder gestrafftes, führten zu einer Ziehharmonikafunktion, wo die Letzten und damit auch ich stehen bleiben mussten. Ob dieses ständige „Wieder Loslaufen“ mich so mürbe gemacht hatte? Auf jeden Fall war das eine lehrreicher Tag, denn wir 4 waren noch nie in einer Seilschaft gegangen. Unsere Bergfreunde waren sogar zum ersten Mal auf Steigeisen unterwegs. Man braucht schon einige Zeit, um herauszufinden, wie die Reihenfolgen am günstigsten ist und funktionietrt. Dann ging es zurück. Ich holte mir am kleinen Zeh des linken Fußes eine blutende Blase, weil ich zu spät auf den Druck reagierte. Wir testeten eine neue Abstiegsvariante über den Gletscher, die aber auch nicht schneller war als die des Aufstieges. 16 Uhr waren wir zurück. Am Abend äußerte Gregor seine Bedenken bei diesem Aufstiegstempo, den Mont Blanc zu erreichen und er wollte zumindest Karin zum Abbrechen animieren. Karin war schon stolz auf diese beiden 4000er, aber so richtig glücklich ohne den 4807er schien sie mir nicht zu sein.
Ich selbst war eigentlich völlig am Boden mit meiner Kondition und hoffte auf schnelle Besserung. Nach einer guten Nacht frühstückten wir. Mein Körper hatten sich schon regeneriert, ich hoffte weiter.

Beim Einschalten meines Handys hatte ich zwei neue SMS von der Mailbox, die ich allerdings wegen des schlechten Empfanges nicht abhören konnte. Wir stiegen über "Felskinn" und die Seilbahn nach Saas Fee ab, durchstreifen diesen schönen Ort und gingen zum Parkplatz.
Dort hörte ich die Mailbox ab. Unsere Tochter und ein Wanderfreund hatten noch vor uns vom Unglück am Mont Blanc gehört und machten sich Gedanken. Ich schickte beiden eine Beruhigungs-SMS und danach fuhren nach Saas Grund. Eigentlich hatte unsere Tochter gewusst, dass wir nicht zu dieser Zeit am Mont Blanc sein würden, denn Karin hatte ihr schon am Samstag unseren geplanten Aufstieg für den Donnerstag angekündigt und auch das Abschalten der Handys wegen des schlechten Empfanges.
In Saas Grund bezogen wir Quartier bei "Heino". Mit der Seilbahn fuhren wir für 32CHF pro Person auf den Hohsaas in 3200m Höhe. Dort machten wir einen einstündigen Rundgang wo die achtzehn 4000er graphisch dargestellt waren und wir viel über Gletscherkunde nachlesen und sehen konnten. Trotz der Wolken, die zumindest ständig den Dom unsichtbar machten, hatten wir gelegentliche Aussichten auf einen Teil der Berge. So sahen wir immer wieder die Spuren unserer letzten Tour, die wohl sehr lang gewesen war.  Am Fuße der "Weismies" waren es abwechslungsreiche Ausruhminuten. Karin und ich gingen noch in ein Cafe, wo es guten Kuchen gab. Dort lasen wir den Unfallbericht vom Mont Blanc. Er ereignete sich an einer Stelle, wo wir als Touristenbergsteiger nicht hingegangen wären.

Nach einem guten Abendessen gingen wir zeitig schlafen.
Wir wollten ja Kraft tanken für den höchsten Berg der Alpen, für die 4007 bis 4810m.




Am Mittwoch ging es dann nach dem Frühstück bei "Heino" innerhalb von 3 Stunden und 135 Kilometern nach Chamonix bzw. weiter bis nach La Fayet. Wie man das richtig ausspricht, wird mir ein Rätsel bleiben. Auf jeden Fall hatten wir die Bergbahn nicht vorbestellt und somit 2 Stunden Wartezeit, die wir bei einem Kaffee überbrückten. Die Nacht im Tale hatte mich völlig wiederhergestellt. Ich wollte beim Aufstieg versuchen, den Schrittrhythmus meines Bergführers durchzuhalten und nur wenig Atemluft zu benutzen indem ich durch die Nase atme. 14:40 Uhr begann die Fahrt mit der "Tramway du Mont-Blanc“.
Die Zahnradbahn brachte uns von 584 auf 2380 Meter Höhe. 15:50 Uhr begann dort am Adlernest – Nid d`Aigle der Aufstieg auf die "Tete Rousse".

   

Ich atmete ein, wenn das rechte Bein den Boden berührte, ausgeatmet wurde wenn das linke Bein aufsetzte. Nach 2 Stunden erreichten wir diese Hütte auf 3167 Metern. Ich war mit der Atemtechnik wunderbar zu recht gekommen und nun voller Zuversicht bezüglich des kommenden Tages. Die Hütte war 2005 modernisiert worden. Ein schöner Essenraum und auch brauchbares Essen erwartete uns. Dafür waren die Schlafräume in unsrem Zimmer "Cho Oyu", genannt nach dem Berg in Nepal, kalt und die Wand, wo Karin lag war feucht. Was ich überhaupt nicht verstehen konnte, waren tolle sanitäre Anlagen ohne jegliches Wasser. Wir konnten uns dort überhaupt nicht waschen. 21 Uhr lagen wir im Bett und zumindest ich schlief sofort ein. 23:30 Uhr begann dann der erste Mitbewohner mit der Stirnlampe den Ausgang zum Klo zu suchen und für mich war die Nacht dann nur noch ein Dämmerungsschlaf. 0:45 Uhr war wecken, frühstücken und anziehen. 1:35 Uhr ging es los, viel zu dick angezogen.
Gleich am großen Schneefeld vor der Hütte wurden die Steigeisen angezogen, es war aller überfroren. Danach folgte die Strecke der „rollenden Steine“, aber es gab keine, da noch alles gefroren war. Beim Einstieg in die Wand, Grand Couloir zogen wir alles Überflüssige aus.
Nach 2 Stunden anstrengender Kraxelei erreichten wir die Gouter-Hütte in 3817 Metern Höhe.
Hier hieß es Steigeisen anlegen und bei unserem Bergfreund brach das Salewa-Steigeisen. Es gab einen neuen Bruch und so sahen wir auch einen alten, der schon korrodiert war. Pech für ihn, der nicht weiter konnte und durfte – Glück für die anderen, denn weiter oben wäre das der Abbruch für die Seilschaft gewesen.
So ging es 4:35 Uhr weiter. Gleich hinter dem ersten Anstieg waren einige Zelte im Schnee eingeschlossen, hier biwakierten einige Bergsteiger.
Gegen 7 Uhr erreichten wir nun schon bei Tageslicht die Vallothütte in 4362 Metern Höhe. Ich hatte Georgs Gangart ohne Probleme durchgehalten und sogar die Wanderstöcke waren noch im Rucksack verstaut.

     

Georg war zuversichtlich, dass wir bis 10 Uhr auf dem Gipfel stehen würden. Es wurde jetzt eisiger, ein Windchen kam dazu, meine Velourjacke reichte aber trotzdem aus. Unsere Bergfreundin fror, obwohl sie mehr angezogen hatte als ich. In mehreren steilen und flachen Stücken erreichten wir die Höhe von 4700 Metern. Jetzt spürte ich erstmals meine schwindenden Kräfte. Ich bat mehrmals um eine Verschnaufminute und setzte jetzt die Wanderstöcke ein. Auch wurde jetzt anders geatmet. Rechtes Bein vor und einatmen, ausatmen und beim Belasten des linken Beines wieder einatmen. Irgendwie gingen mir die Berichte aus Nepal durch den Kopf, wo bei jedem Schritt mehrfach eingeatmet werden musste.
Aber bis zu 10 Atemvorgängen pro Schritt fehlte hier am Mont Blanc noch viel. So erreichten wir den langen Grat. Er führte, auf beiden Seiten steil abstürzend und 70 Zentimeter breit, zum Gipfel des Mont Blanc. Es war 9:03 Uhr als wir an der höchsten Stelle Europas standen, 4810  Meter über NN. Wir gratulierten uns und machten bei eisigen 10°C Minus wenige Bilder. Die Kapazität unserer Kameras war fast am Ende. So erhaschten wir auch einen Franzosen, der hier auf einem Alphorn die Bergsteiger begrüßte. Ideen haben die Franzosen aber auch. Ich kostete das Glücksgefühl völlig aus, diesen höchsten Berg Europas bezwungen zu haben. Dabei war er mir viel leichter gefallen als ich noch zwei Tage vorher gedacht hatte. Und das alles nach meinen gesundheitlichen Problemen im Frühjahr und dem damit verbundenen Trainingsausfall. „Werde ich so etwas noch einmal erleben“ dachte ich immer wieder und konnte es eigentlich immer noch nicht richtig begreifen.
Nach 10 Minuten begann der Abstieg. Ich ging voran. 11:45 Uhr erreichten wir die Gouterhütte, pausierten kurz und stiegen dann mit Steinschlaghelmen ausgerüstet ab. Unten rollten die Steine und wir mussten warten bis wir eine sichere Querung des ehemaligen Gletschers durchführen konnten. So kamen wir durch den Abstieg nun echt fußlahm 14:30 Uhr an der Rousse an. Hier ging jetzt alles schnell, denn wir starteten 14:45 Uhr zum Abstieg zur Tramway. Keiner wollte eine weitere Nacht ohne Wasser hier oben bleiben. Nach einem mühsamen Abstieg erreichten wir 16:15 Uhr die letzte offizielle Bahn. Ich war nun total am Boden, meine Knie und Oberschenkel schmerzten, aber es war geschafft. Die „letzte“ Bahn war aber bereits ausgebucht und wir warteten auf die Bahn um 17 Uhr, die alle weiteren Leute vom Berg abholte.
Unten trennten wir uns. Unsere Bergfreunde und Georg fuhren nach Zermatt. Wir blieben noch eine Nacht in einem Hotel, wo keiner Deutsch oder Englisch sprechen konnte. Endlich ausgeschlafen, gingen wir am Folgetag Frühstücken. Das musste hier extra bezahlt werden. Dann fuhren wir nach Chamonix und fuhren mit der Seilbahn auf den Aussichtspunkt Aigle du Middi auf 3842 Meter. Hier konnten wir das Unglücksschneefeld und die Eisbrüche sehen, wo die Bergsteiger am Sonntag ihr Leben gelassen hatten.
Es gab für die fünf Österreicher und drei Schweizer keine Hoffnung auf Rettung mehr. Die Bergsteiger waren am frühen Morgen am Mont-Blanc du Tacul von einer Schneelawine verschüttet worden. Zwei zunächst ebenfalls vermisste Italiener kehrten allein in ihre Unterkunft zurück, acht weitere Bergsteiger wurden verletzt geborgen.
Über den Mont Blanc du Tacul führt eine der Routen zum Mont Blanc, dem mit 4.810 Meter höchsten Berg in Westeuropa. Erfahrene Bergsteiger können den Aufstieg zum Mont Blanc du Tacul in einem Tag bewältigen, bis zum Mont Blanc ist es dann noch mindestens ein weiterer Tag.
Erkenntnissen zufolge löste sich am Sonntagmorgen gegen 3 Uhr am Mont-Blanc du Tacul ein Eisblock, der beim Abrutschen immer größer wurde. Am Ende war die Lawine 200 Meter lang und 50 Meter breit. „Eine Wand aus Eis ist auf uns zugekommen“, berichtete ein verletzter Italiener. „Wir wurden 200 Meter mitgerissen.“
Es waren am frühen Morgen mehrere Seilschaften auf dem Weg zum Gipfel und an der Unfallstelle gewesen. Von den acht Verletzten wurden einige von Rettungskräften aus tiefem Schnee geborgen, andere konnten sich selbst befreien. Bei ihnen handelte es sich um drei Italiener und fünf Franzosen, die alle mit leichten Blessuren davon kamen.

Die Rettungskräfte setzten bei ihrer Suche nach den Opfern Hubschrauber und Spürhunde ein. Sie mussten ihre Aktionen am Nachmittag aber wegen drohender neuer Lawinenabgänge einstellen. Die Bergsteiger hatten keine Chance, ihnen zu entkommen.
Der 4248 Meter hohe Mont-Blanc du Tacul, der zum Mont-Blanc-Massiv gehört, ist bei Bergsteigern sehr beliebt; das Unglück ereignete sich auf etwa 3600 Metern Höhe. Nach Angaben der Polizei waren die Wetterverhältnisse in der Nacht „exzellent“.
Es war auch nicht ungewöhnlich, dass bereits so früh am Morgen so viele Bergsteiger unterwegs waren. In der Regel brechen die Kletterer am Mont-Blanc du Tacul lange vor dem Morgengrauen auf. Ich frage mich: „30 cm nassen Neuschnee in dieser Steilheit muß Lawinen herausfordern!?“
Unter den Opfern des Lawinenunglücks in den französischen Alpen waren nach Angaben der Polizei in Chamonix auch vier deutsche Bergsteiger. Sie waren mit einem österreichischen Bergführer aus Tirol unterwegs, der in der Nacht zum Sonntag ebenfalls unter der riesigen Lawine begraben wurde. Bei den anderen Opfern handelte es sich um einen 32 Jahre alten Schweizer Bergführer und ein 28 und 34 Jahre altes Paar aus Bern.

Die Rettungsaktion am Mont Blanc du Tacul war bereits am Sonntag eingestellt worden, weil neue Lawinenabgänge drohten. Die Verschütteten wurden dank der Signale ihrer Lawinensuchgeräte geortet. Eine rasche Bergung der Leichen war wegen der anhaltenden Lawinengefahr aber nicht möglich. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Leichen erst mit der Schneeschmelze geborgen werden können. Es gab keine Hoffnung mehr, Überlebende zu finden. Die Zone, in der die Leichen vermutet werden, ist extrem gefährlich. Sie ist umgeben von Eisbrettern. Man darf keine Rettungskräfte in Lebensgefahr bringen, um die Toten zu bergen.
Falls es in diesen Sommer noch zu einer Schneeschmelze kommt, könnten die Opfer entdeckt und dann geborgen werden. Sollten sie in Gletscherspalten gestürzt sein, könnten sie womöglich nie gefunden werden, fürchten die Rettungskräfte.

       

So sind auch die Versuche unserer Kinder, Auskünfte von der deutschen Botschaft zu bekommen, erklärbar, obwohl unser Gipfelsturm schon immer für einen anderen Termin vorgesehen war.

Traumhafte Aussichten waren eine echte Belohnung für den Besuch hier oben,aber man wird nachdenklich bei solch einer nahen Beziehung zu einem Bergunfall. Nur gut, dass ich solch eine Gefahr von Beginn an ausgeschlossen habe, ich wäre für solch eine Aktion nicht zu haben gewesen.
Nach einer Stunde ging es wieder ins Tal und nach einem kleinen Rundgang durch Chamonix ging es Richtung Heimat.

"Mein" Traum ist so Realität geworden - wir hatten Wetterglück, ausreichend Kondition und wie immer:einen hervorragenden Bergführer.

Wie wichtig der gewählte Termin war, zeigte sich eine Woche später:
Meine langjährige Bergfreundin bzw. Bergfreund  und auch ein Arbeitskollege versuchten einen Aufstieg. Bis zur Hütte hatten sie bestes Wetter, besser als wir - aber am Aufstiegstag schlug das Wetter um.
Schneesturm mit Orkanböen machten einen Abbruch in 4000 Metern notwendig.

Des Einen Glück, des Anderen Leid - so dicht beieinander.

Das war der Mont Blanc - 4810 Meter über NN, der höchste Berg Europas, mein fünfter 4000er.!

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